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Startschuss für Telekom-Neubau


Startschuss für Telekom-Neubau Auf der Ostseite des Hauptbahnhofs entsteht Ostdeutschlands größtes Service-Center. Erster Spatenstich für das größte Telekom-Service-Center im Osten Deutschlands.

Für 21,5 Millionen Euro entsteht bis Mitte 2011 auf der Ostseite des Leipziger Hauptbahnhofs eines von künftig 33 derartigen Zentren des Kommunikationskonzerns in Deutschland. Hier sollen insgesamt 900 Mitarbeiter aus Gera, Halle sowie zwei Leipziger Standorten zusammengefasst werden. „Viele Investoren scheuen die östlichen Bundesländer“, erklärte Albert ten Brinke, Geschäftsführer des gleichnamigen niederländischen Unternehmens in seiner kurzen Rede. Seine Firma möchte mit diesem Gelände ein weiteres Zeichen setzen, dass es „sich lohnt, in den neuen Bundesländern Immobilieninvestitionen zu tätigen“. Dem schloss sich Telekom-Chef René Obermann an, der sich angesichts der Temperaturen ebenfalls sehr kurz hielt: „Das ist ein klares Bekenntnis zum Standort Leipzig.“ Nicht umsonst entstehe hier nicht nur das größte Service-Center im Osten, sondern nach Dortmund und Hannover zugleich das drittgrößte deutschlandweit. Beim gestern allseits präsenten Thema Tempo wollte natürlich auch Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung nicht nachstehen. Im Rahmen seiner ebenfalls knappen Ansprache übergab er ten Brinke die frisch eingetroffene Teilbaugenehmigung. „Wenn man überlegt, dass die ersten Gespräche im September des Vorjahres gelaufen sind, und sieht, wo wir jetzt stehen, ist das wirklich schnell.“ Vielleicht sogar Rekordzeit. Zum Thema Geldanlage im Osten erklärte er: „Wir erleben in letzter Zeit in Sachen Investitionen sehr ermutigende Zeichen – auch und trotz der Wirtschaftskrise.“ Das stimme ihn zuversichtlich. Ausdruck dafür seien 25 000 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze in den letzten vier Jahren bei gleichzeitigem Bevölkerungszuwachs. Nach den nicht einmal 20 Minuten dauernden Ansprachen flog beim ersten Spatenstich der Staub flink gen Osten, die Enthüllung des Baustellenschildes benötigte ebenso kaum zwei Minuten. „Wir gehen davon aus, dass nach der zügigen Bearbeitung der Anträge durch die Stadt auch unsererseits alle Termine gehalten werden können“, so der ten-Brinke-Geschäftsführer optimistisch. Auf der Sachsenseite des Hauptbahnhofs entsteht in den nächsten zwölf Monaten ein mit neuester Call-Center- Technologie ausgestattetes Gebäude mit einer Arbeitsfläche von rund 8600 Quadratmetern. „Unsere Mitarbeiter können sich auf ergonomische und effizient gestaltete Arbeitsplätze sowie attraktive Pausen-, Schulungs- und Besprechungsräume freuen“, blickte Telekom-Chef Obermann voraus, der zudem die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Bauherr, Investor und seinem Unternehmen lobte. Für 250 Mitarbeiter aus Halle sowie 140 aus Gera beginnt in etwa einem Jahr das Pendler-Dasein. Für sie gibt es laut Obermann besondere Entschädigungen oder Fahrtkostenzuschüsse. „In geringem Maße entstehen auch neue Arbeitsplätze“, kündigte Jörg Rechermann, Leiter des Geschäftskunden- Service bei der Telekom gestern an. Martin Pelzl 

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