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Investmentmarkt Leipzig: Sehr gutes Vorjahresergebnis wird überboten


BNP Paribas Real Estate veröffentlicht Investmentmarkt-Zahlen für 2012

Leipzig, 17. Januar 2013 – Mit einem Transaktionsvolumen von 549 Mio. € konnte der Leipziger Investmentmarkt 2012 das bereits sehr gute Ergebnis des Vorjahres noch einmal um rund 7 % überbieten. Gleichzeitig wurde der langjährige Durchschnitt um fast ein Drittel übertroffen. Das ergibt der Investment Market Report 2012, den BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) Mitte Februar veröffentlichen wird.

Nur in den von großvolumigen Portfolio-Deals getriebenen Boomjahren 2006 und 2007 konnte mehr Investmentumsatz registriert werden. „Nach einem schwachen Jahresstart haben die Investoren Leipzig wiederentdeckt und für drei starke Quartale in Folge gesorgt. Gut 42 % des Resultats gehen dabei auf anteilig in Ansatz gebrachte Portfolioverkäufe zurück, von denen Leipzig überproportional profitiert hat. Zu nennen ist hier vor allem die Beteiligung von Unibail Rodamco am Shoppingcenter Entwickler mfi, die auch das Paunsdorf Center und die Höfe am Brühl beinhaltet“, sagt Stefan Sachse, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Leipziger Niederlassungsleiter. Leipzig bleibt damit neben Berlin der mit Abstand wichtigste Standort in Ostdeutschland.

Bemerkenswert ist die ausgesprochen homogene Verteilung des Ergebnisses auf alle Größenklassen. Mit einem Anteil von 37 % liegen Großdeals über 50 Mio. € zwar an der Spitze, haben aber im Vergleich zum Vorjahresergebnis rund 16 Prozentpunkte eingebüßt. Die zweitgrößte Kategorie zwischen 25 und 50 Mio. € kommt auf einen Anteil von knapp 24 %, Verkäufe von 10 bis 25 Mio. € tragen mit 16 % zum Gesamtumsatz bei. Besonders erfreulich ist aber die Tatsache, dass kleinere Deals bis zu 10 Mio. € fast 23 % vom Transaktionsvolumen auf sich vereinen können und damit den dritten Platz aller Größenklassen belegen. Bezogen auf die Anzahl der Verkäufe entfallen sogar knapp 76 % auf die kleinen Deals. Diese Struktur verdeutlicht noch einmal das lebhafte Marktgeschehen und das große Interesse vieler Investoren am Standort Leipzig.

Immobilien AGs an der Spitze – Spitzenrenditen leicht gesunken  
Bedingt durch den Deal von Unibail Rodamco führen Immobilien AGs die Rangliste der Investoren mit einem Anteil von gut 37 % unangefochten an. Platz zwei geht mit über 19 % an Projektentwickler, die sich vor allem Entwicklungsgrundstücke und ältere Büroobjekte mit Entwicklungspotenzial gesichert haben. Aktiv waren auch wieder private Anleger, die zwar gegenüber dem Vorjahr spürbar Anteile eingebüßt haben, aber immer noch auf 9,5 % kommen. Auf den weiteren Rängen folgen Equity/Real Estate Funds und Versicherungen mit jeweils knapp 8 % vor Spezialfonds, auf die gut 7 % entfallen. Erfreulich ist auch der mit 56 % stark gestiegene Anteil ausländischer Käufer.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Standorten konnten Einzelhandelsimmobilien, zu denen auch innerstädtische Geschäftshäuser gezählt werden, ihre im letzten Jahr eroberte Spitzenposition in Leipzig halten. Zwar haben sie 18 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr verloren, gleichwohl liegen sie mit einem Anteil von etwa 57 % weiter klar in Führung. Auf Platz zwei folgen mit sehr deutlichem Abstand (knapp 15 %) Büroobjekte. Einen starken Anstieg verzeichneten Logistikinvestments, die mehr als 9 % zum Gesamtumsatz beitragen (Vorjahr: 1 %). Hotels konnten ihren Anteil ebenfalls spürbar ausweiten und erreichen knapp 5 %. Darüber hinaus entfallen noch mehr als 11 % auf gemischt genutzte Objekte und sonstige Nutzungsarten, wie Pflegeheime.

Leipzig schließt sich den großen deutschen Standorten bei der Entwicklung der Spitzenrenditen an. Auch hier sind sie nach einer längeren Phase der Stabilisierung im letzten Quartal 2012 leicht gesunken. Für Büroobjekte gab die Netto-Spitzenrendite um 10 Basispunkte auf jetzt 5,50 % nach. Damit ist Leipzig in der Reihe der etwas kleineren Städte, die nicht zu den Top-Six-Investitionsstandorten gehören, weiterhin in der Spitzengruppe angesiedelt und weist ein vergleichsweise hohes Kaufpreisniveau auf. Dieser Umstand deutet darauf hin, dass sich Leipzig, gerade auch bei institutionellen Investoren, zunehmender Beliebtheit erfreut. Ebenfalls um 10 Basispunkte nachgegeben haben die Spitzenrenditen für innerstädtische Geschäftshäuser in absoluten Top-Lagen. Sie fallen mit 4,90 % erstmals seit vielen Jahren wieder unter die 5 %-Schwelle. Unverändert zeigen sich dagegen die Renditen für hochwertige Logistikobjekte, die nach wie vor bei 7,10 % liegen.

Auch 2013 überdurchschnittlicher Umsatz
„Dass der Leipziger Markt trotz der im zweiten Halbjahr gebremsten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der Turbulenzen im Euroraum das hervorragende Ergebnis aus dem Jahr 2011 nicht nur halten, sondern sogar verbessern konnte, spricht eindeutig für den Bedeutungszuwachs als Investmentstandort. Es deutet viel darauf hin, dass sich Leipzig auf einem spürbar höheren Umsatzniveau etablieren kann und Ergebnisse über 400 Mio. € keine Eintagsfliegen sind“, prognostiziert Stefan Sachse. Vor diesem Hintergrund ist auch 2013 von einer regen Marktätigkeit und hohen Transaktionsvolumina auszugehen, auch wenn das erste Halbjahr im Zusammenhang mit den nur geringen gesamtwirtschaftlichen Wachstumsraten vermutlich etwas moderater verlaufen dürfte. Ob erneut ein Investmentumsatz jenseits der 500 Millionen-Euro-Schwelle erreicht werden kann, bleibt abzuwarten. Ein Ergebnis, das klar über dem langjährigen Durchschnitt liegen dürfte, erscheint dagegen sehr wahrscheinlich. Bei den Spitzenrenditen deutet zumindest im ersten Halbjahr alles auf eine Stabilisierung auf dem erreichten Niveau hin.


Quelle: http://www.realestate.bnpparibas.de/bnppre/pressemitteilungen-investmentmarkt-leipzig-sehr-gutes-vorjahresergebnis-wird-uberboten-20130117-p_1564775 

Zum Property Report Investmentmarkt Deutschland 2013

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