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In Leipzigs Einzelhandelsmarkt ist noch mehr „drin“!


Leipzig, 13. April 2010
AENGEVELT-RESEARCH:


Die Stadt Leipzig weist derzeit ein jährliches Kaufkraftvolumen von insgesamt EUR 8 Mrd. auf, was dem verfügbaren Einkommen der ortsansässigen Bevölkerung entspricht und für Konsumzwecke (u.a. Ausgaben für Einzelhandel, Wohnen, Reisen) und Sparen zur Verfügung steht. Das reine einzelhandelsrelevante Kaufkraftpotential entspricht in Leipzig etwa 32% der Gesamtkaufkraft und beträgt rd. EUR 2,55 Mrd. Die entsprechende einzelhandelsrelevante Kaufkraftkennziffer beträgt 89,6 und rangiert damit nach wie vor deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt (100).

Auch das aktuelle Leipziger Zentralitätsniveau (Relation Kaufkraftabfluss ins Umland zu Kaufkraftzufluss aus dem Umland) ist mit 108,6 gegenüber anderen Städten vergleichbarer Größe/Funktion noch deutlich ausbaufähig. So fließen z.B. nach Dresden (110,5) und Chemnitz (128,8) z.T. deutlich mehr Kaufkraft aus den Umlandregionen als in Leipzig.

Der Leipziger Einzelhandel konkurriert immer noch extrem mit den großflächigen Einkaufszentren vor den Toren der Stadt. Nach Analysen von AENGEVELT-RESEARCH ist zukünftig eine Umkehr zu erwarten. Insbesondere die Fertigstellung des Citytunnels sowie die Lückenschließung durch die „Höfe am Brühl" (Handelsfläche rd. 45.000 m²) werden die Anziehungskraft der Leipziger Innenstadt stärken und damit die Zentralität noch weiter steigern.

Insgesamt zeigt sich, dass Leipzig weiterhin hohe, noch nicht ausgeschöpfte Markt- und Umsatzpotentiale besitzt.

Leipziger Top-Einkaufslagen

Die top Leipziger Einkaufslagen mit den höchsten Mietpreisen für kleinteilige, ebenerdige Ladenlokale (EG, < 100 m²) sind:

  • Petersstraße (bis EUR 100,-/m²)
  • Grimmaische Straße (bis EUR 110,-/m²)

 

Wichtig ist auch der Neumarkt als aufstrebende Einkaufslage Leipzigs. Er gehört wie die Petersstraße und Grimmaische Straße zu den Top 1a-Lagen Leipzigs. Insbesondere die beiden Kauf- bzw. Warenhäuser „Galeria-Kaufhof" und „Karstadt" wirken bislang als Magneten. Sollte eines der Kaufhäuser indessen geschlossen werden, was im Zuge der Karstadt-Insolvenz nicht ausgeschlossen werden kann, ist die weitere Entwicklung in diesem Gebiet möglicherweise zunächst unterbrochen und nur schwer prognostizierbar.

Weitere bedeutende Einzelhandelsstraßen sind

  • die Nikolaistraße, die den Leipziger Hauptbahnhof mit der Innenstadt verbindet und zudem die längste Einkaufsmeile von Leipzig ist,
  • die Hainstraße, die sich wie die Nikolaistraße durch Trend und Szeneläden profiliert,und in deren nördlichen Teil im Herbst des Jahres 2011 die „Höfe am Brühl" (45.000 m² Verkaufsfläche) eröffnen werden, was sich positiv auf die Passantenfrequenz in der Hainstraße auswirken wird und
  • die Karl-Liebknecht-Straße mit einer Vielzahl und Vielfalt an Konsumgütern des periodischen Bedarfs.


Einzelhandelsmieten

Mit Blick auf die Spitzenmieten für erstklassige Einzelhandelsflächen behaupten sich in den östlichen Bundesländern die Städte Leipzig und Dresden auf den beiden vordersten Rängen. Nach den Mietpreiskorrekturen der Wende-Euphorie stiegen in Leipzig ab Mitte der 1990er Jahre die Mieten für erstklassige Einzelhandelsflächen bis ins Jahr 2008 auf rd. EUR 120,-/m² Verkaufsfläche und behaupten seitdem dieses Niveau ungeachtet der Rezession.

Die Spitzenmietpreise für Einzelhandelsflächen in 1a-Lagen variieren im kleinteiligen Angebotssegment aktuell zwischen ca. EUR 115,- bis EUR 120,-/m² Verkaufsfläche, in Einzelfällen werden noch höhere Mietwerte kontrahiert. Für die ausgewiesenen Toplagen zeichnen sich kurz- bis mittelfristig weiter steigende Flächennachfragen sowie stabile Einzelhandelsmieten ab.

Die Mietpreise in den 1b-Lagen variieren für nachfragegerechte Verkaufsflächen zwischen EUR 35,-/m² und EUR 60,-/m². Zu diesen Lagen zählen die Nikolaistraße, welche sich als Verbindungsachse zwischen Hauptbahnhof und den 1a-Lagen etabliert hat, und die südliche Hainstraße.

Nachfragebedingt moderater sind die marktüblichen Einzelhandelsmieten in City 2a- bzw. 2b-Lagen. Hier bewegen sich die Mieten objektabhängig im Preisband zwischen EUR 15,- und EUR 35,-/m² (2a) bzw. EUR 10,-/m² und EUR 22,-/m² Verkaufsfläche in 2b-Standorten. Als Beispiel für typische City-2a- bzw. 2b-Bereiche sind u.a. Katharinenstraße, Goethestraße, Burgstraße, Universitätsstraße sowie Ritterstraße zu nennen.

Neben den genannten Hauptgeschäftsstraßen verfügt Leipzig über weitere marktrelevante Einzelhandelsagglomerationen in verschiedenen Stadtteillagen wie z.B. den „Lindenauer Markt" oder den „Eutritzscher Markt" sowie auch das entstehende Stadteilzentrum auf dem „Rübesam-Areal" in Plagwitz. Hier errichtet die Floreijn Deutschland auf einem Gelände von 150 ha Gewerbeflächen für Einzelhandel, Büro, Lager und Produktion. AENGEVELT Leipzig ist in die Vermarktung eingebunden. Das Mietniveau in den Leipziger Einkaufs- und Stadtteilzentren stellt sich aktuell auf Werte von EUR 10,-/m² bis EUR 12,-/m².

Für Einzelhandelsflächen im Bereich hochfrequentierter Ausfallstraßen (u.a. Karl-Liebknecht-Straße) sind bei leicht steigender Nachfrage standort- und objektabhängig Mietpreise um EUR 10,-/m² Verkaufsfläche realisierbar.

Trends

In den Top-Lagen bleibt die Nachfrage nach Ladenlokalen stabil.

Entsprechend ist von einem konstanten Spitzenmietniveau mit mittelfristig anziehender Tendenz angesichts weiter verbesserter Infrastruktur und steigender Passantenfrequenzen auszugehen.

Im ostdeutschen Standortvergleich werden in Leipzig weiterhin die höchsten Spitzenmieten erzielt, gegenüber westdeutschen Zentren ist Leipzig indessen unverändert äußerst wettbewerbsfähig.

Mit Fertigstellung der „Höfe am Brühl" erfährt die City eine weitere Attraktivitätssteigerung.

In weniger frequentierten Nebenlagen halten Mietpreisdruck und sinkende Flächennachfrage an.

Grundsätzlich sind die Potentiale Leipzigs angesichts geringer Zentralitäts- und Kaufkraftkennziffern nach wie vor bei weitem nicht ausgeschöpft.

Weitere Informationen:
AENGEVELT IMMOBILIEN GmbH & Co. KG
Thomas Glodek
Leiter Öffentlichkeitsarbeit
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